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UWE WITTSTOCK
Nach der Moderne

Essay zur deutschen Gegenwartsliteratur in zwölf Kapiteln über elf Autoren

Wallstein Verlag, Göttingen 2009, 19,90 Euro

In den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren hat sich viel verändert für Schriftsteller deutscher Sprache. Der Wandel lässt sich an ein paar Beispielen veranschaulichen. War den Dichtern im emphatischen Sinne des Wortes in Deutschland seit gut zweihundert Jahren die Rolle des Originalgenies zugedacht, denen es der Herr im Schlafe gibt und definitiv nicht in irgendwelchen Schulen, so steht für den Schriftstellernachwuchs heute eine umfassende Palette von Creative- Writing-Programmen oder Literatur-Hochschulen bereit. Dazu mühen sich Agenten nach angelsächsischem Vorbild um die optimale ökonomische Verwertung literarischer Arbeit und neu geschaffene Buchpreise wollen den Autoren nicht mehr allein zu höheren kulturellen Weihen verhelfen, sondern erklärtermaßen auch zu höheren Rängen auf den Bestsellerlisten. Über keine der Neuerungen wird mehr in nennenswertem Maße gestritten, sie sind, was sie umso bezeichneder macht, nach kurzer Zeit zu Selbstverständlichkeiten geworden.

Das sind Indizien, die auf einen allmählichen Klimawandel im literarischen Leben hindeuten und darauf, dass viele seiner Institutionen auf ihrem Weg nach Westen ein gutes Stück vorangekommen sind. In eIn einem Land, in dem die Literatur seit der Romantik in hohem Maße mit kunstreligiösen Vorstellungen aufgeladen war und Schriftsteller in die priesterliche Rolle eines repräsentativen Sinnstifters gedrängt wurden oder sich drängten, greift in den letzten Jahren eine größere Pragmatik um sich. 

Auf den ersten Blick ist die Versuchung groß, diesen Prozess als Vertreibung der Autoren aus einer ehemals privilegierten Rolle zu beschreiben, also als Symptom ihrer schwindenden Bedeutung. Aber offensichtlich ist das Gegenteil der Fall: Die Resonanz auf die Arbeit deutschsprachiger Schriftsteller, zumal der jüngeren unter ihnen, hat in den letzten Jahren sowohl im Inland wie auch international kräftig zugenommen. 

Uwe Wittstock fragt danach, warum sich da etwas spürbar geändert hat und was die Bedingungen und Begleiterscheinungen dieses Wandels sind. Er unternimmt diese Erkundung nicht abstrakt, sondern exemplarisch anhand der Werke von Hans Magnus Enzensberger, Robert Gernhardt, Max Goldt, Wolfgang Hilbig, Daniel Kehlmann, Dea Loher, Martin Mosebach, Heiner Müller, Dirk von Petersdorff, Christoph Ransmayr und Silke Scheuermann.

"Enzensberger diagnostizierte schon 1960 die Erschöpfung der Moderne. Nichtsdetoweniger wollte man sich in Deutschland nicht vom Paradigma der Hochmoderne lösen. Uwe Wittstock schwamm als Literaturkritiker da lange gegen den Strom, wie sein provokativer Essay 'Leselust' von 1995 und seine Edition "Roman oder Leben" von 1996 zeigen. Nun hat er der Streitschrift und der Theorie-Dikumentation zur Postmoderne einen Interpretationsband folgen lassen, der zeigt, wie wichtig es ist, den Blick für die Nachmoderne Literatur in Deutschland zu schärfen. ... Moderne und Postmoderne sind durch keine Mauer getrennt, aber Uwe Wittstock hat die Tendenzen der Postmoderne zutreffend benannt." Paul Michael Lützeler, Der Tagesspiegel

NEs ging rasend schnell. Der Februar 1933 war der Monat, in dem sich auch für die
Schriftsteller in Deutschland alles entschied. Uwe Wittstock erzählt die Chronik eines
angekündigten und doch zunächst nicht für möglich gehaltenen Todes. Von Tag zu Tag
verfolgt er, wie das glanzvolle und turbulente literarische Leben der Weimarer Zeit einem
langen Winter wich und sich das Netz für Thomas Mann und Bertolt Brecht, für Else Lasker-
Schüler, Alfred Döblin und viele andere immer fester zuzog.
Montag, 30. Januar. Joseph Roth will die Nachrichten, die der Tag bringen wird, nicht mehr
in Berlin abwarten. Gleich morgens fährt er zum Bahnhof und nimmt den Zug nach Paris.
Thomas Mann in München derweil kümmert sich die kommenden zehn Tage kaum um
Politik, dafür umso mehr um seinen Vortrag über Richard Wagner. Immer ganz dicht an den
Menschen, entfaltet Uwe Wittstock ein Mosaik der Ereignisse und vergegenwärtigt die
Atmosphäre dieser Tage, die von Ängsten und Selbsttäuschung unter den Schriftstellern, von
Passivität bei den einen und Entschlossenheit bei den anderen gezeichnet waren. Wer
schmiegte sich den neuen Machthabern an, wer musste um sein Leben fürchten und fliehen?
Auf der Grundlage von teils unveröffentlichtem Archivmaterial entsteht ein ungeheuer dichtes
Bild einer ungeheuren Zeit.o items found.Es ging rasend schnell. Der Februar 1933 war der Monat, in dem sich auch für die
Schriftsteller in Deutschland alles entschied. Uwe Wittstock erzählt die Chronik eines
angekündigten und doch zunächst nicht für möglich gehaltenen Todes. Von Tag zu Tag
verfolgt er, wie das glanzvolle und turbulente literarische Leben der Weimarer Zeit einem
langen Winter wich und sich das Netz für Thomas Mann und Bertolt Brecht, für Else Lasker-Es ging rasend schnell. Der Februar 1933 war der Monat, in dem sich auch für die
Schriftsteller in Deutschland alles entschied. Uwe Wittstock erzählt die Chronik eines
angekündigten und doch zunächst nicht für möglich gehaltenen Todes. Von Tag zu Tag
verfolgt er, wie das glanzvolle und turbulente literarische Leben der Weimarer Zeit einem
langen Winter wich und sich das Netz für Thomas Mann und Bertolt Brecht, für Else Lasker-
Schüler, Alfred Döblin und viele andere immer fester zuzog.
Montag, 30. Januar. Joseph Roth will die Nachrichten, die der Tag bringen wird, nicht mehr
in Berlin abwarten. Gleich morgens fährt er zum Bahnhof und nimmt den Zug nach Paris.
Thomas Mann in München derweil kümmert sich die kommenden zehn Tage kaum um
Politik, dafür umso mehr um seinen Vortrag über Richard Wagner. Immer ganz dicht an den
Menschen, entfaltet Uwe Wittstock ein Mosaik der Ereignisse und vergegenwärtigt die
Atmosphäre dieser Tage, die von Ängsten und Selbsttäuschung unter den Schriftstellern, von
Passivität bei den einen und Entschlossenheit bei den anderen gezeichnet waren. Wer
schmiegte sich den neuen Machthabern an, wer musste um sein Leben fürchten und fliehen?
Auf der Grundlage von teils unveröffentlichtem Archivmaterial entsteht ein ungeheuer dichtes
Bild einer ungeheuren Zeit.
Schüler, Alfred Döblin und viele andere immer fester zuzog.
Montag, 30. Januar. Joseph Roth will die Nachrichten, die der Tag bringen wird, nicht mehr
in Berlin abwarten. Gleich morgens fährt er zum Bahnhof und nimmt den Zug nach Paris.
Thomas Mann in München derweil kümmert sich die kommenden zehn Tage kaum um
Politik, dafür umso mehr um seinen Vortrag über Richard Wagner. Immer ganz dicht an den
Menschen, entfaltet Uwe Wittstock ein Mosaik der Ereignisse und vergegenwärtigt die
Atmosphäre dieser Tage, die von Ängsten und Selbsttäuschung unter den Schriftstellern, von
Passivität bei den einen und Entschlossenheit bei den anderen gezeichnet waren. Wer
schmiegte sich den neuen Machthabern an, wer musste um sein Leben fürchten und fliehen?
Auf der Grundlage von teils unveröffentlichtem Archivmaterial entsteht ein ungeheuer dichtes
Bild einer ungeheuren Zeit.Es ging rasend schnell. Der Februar 1933 war der Monat, in dem sich auch für die
Schriftsteller in Deutschland alles entschied. Uwe Wittstock erzählt die Chronik eines
angekündigten und doch zunächst nicht für möglich gehaltenen Todes. Von Tag zu Tag
verfolgt er, wie das glanzvolle und turbulente literarische Leben der Weimarer Zeit einem
langen Winter wich und sich das Netz für Thomas Mann und Bertolt Brecht, für Else Lasker-
Schüler, Alfred Döblin und viele andere immer fester zuzog.
Montag, 30. Januar. Joseph Roth will die Nachrichten, die der Tag bringen wird, nicht mehr
in Berlin abwarten. Gleich morgens fährt er zum Bahnhof und nimmt den Zug nach Paris.
Thomas Mann in München derweil kümmert sich die kommenden zehn Tage kaum um
Politik, dafür umso mehr um seinen Vortrag über Richard Wagner. Immer ganz dicht an den
Menschen, entfaltet Uwe Wittstock ein Mosaik der Ereignisse und vergegenwärtigt die
Atmosphäre dieser Tage, die von Ängsten und Selbsttäuschung unter den Schriftstellern, von
Passivität bei den einen und Entschlossenheit bei den anderen gezeichnet waren. Wer
schmiegte sich den neuen Machthabern an, wer musste um sein Leben fürchten und fliehen?
Auf der Grundlage von teils unveröffentlichtem Archivmaterial entsteht ein ungeheuer dichtes
Bild einer ungeheuren Zeit.
 Eine aufrüttelnde Erzählung über den dramatischsten Monat der deutschen